27. August 2025
Waldbrandrisiko senken -
Resilienz unserer Wälder erhöhen
Die anhaltenden Waldbrände in Ostdeutschland – wie zuletzt in Brandenburg – sind eine große Gefahr und Belastung für Mensch, Natur und Klima. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und wir richten ein herzliches Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die vor Ort um jeden Hektar Wald kämpfen.
Zunehmend höhere Temperaturen und anhaltende Trockenheit sind maßgebliche Faktoren für die Entstehung von Waldbränden. Aber nicht nur: Es braucht einen Auslöser, um Brände zu entfachen – dazu zählen Blitzeinschläge oder das fahrlässige Zurücklassen brennbarer Materialien wie Zigaretten.
Aktuelle Entwicklungen:
- Meist im Mai und August: In diesen Monaten kommt es am häufigsten zu Waldbränden
- Waldbrände im Jahr 2024: Sind verantwortlich für weltweit rund 13,5 Millionen Hektar Waldverlust (zum Vergleich: Die Waldfläche der Bundesrepublik Deutschland umfasst rund 11,5 Millionen Hektar)
- Prognose der UN Environment Programme: bis 2030 wird eine Zunahme extremer Waldbrände um 14 % weltweit erwartet
Was man tun kann, um das Risiko für Waldbrände zu verringern
Die Struktur und Baumartenzusammensetzung der Bestände spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung von Bränden. Unsere Waldumbau- und Erstaufforstungsmaßnahmen begegnen auch Waldbrandrisiken.
Folgende Punkte sind von Belang:
- Monokulturen vermeiden – insbesondere aus stark harz- oder ölhaltigen Bäumen, da diese weniger widerstandsfähig gegen Brände sind
- Baumartenwahl anpassen: Laubbäume wie Eiche oder Buche pflanzen. Die Struktur einschichtiger Kiefernbestände durch Voranbauten erhöhen
- Konsequente forstliche Pflege und Bewirtschaftung der Waldflächen
- Feuerbremsen: breite bestockungsfreie Schneisen dienen als Schutz gegen eine schnelle Ausbreitung von Waldbränden
- Monitoring & Risikobewertung: Überwachung der Waldbestände zum Schutz der Waldgesundheit und für die Möglichkeit, schnell eingreifen zu können
Wir können Waldbrände nicht vollständig verhindern. Doch durch wirksame Präventionsmaßnahmen können Risikofaktoren verringert und die Resilienz unserer Wälder erhöht werden.
Unsere Antwort bei Lindhorst Aufforstung:
- Erstaufforstungsmaßnahmen – wir setzen auf hohe Laubbaumanteile und heimische Arten. So pflanzen wir durchdacht angelegte neue Wälder, die standortgerecht und widerstandsfähig gegen Klimaveränderungen sind – von Beginn an.
- Waldumbauprojekte – wir verwandeln Monokulturen in strukturreiche und mehrstufige Mischwälder. Wenig resiliente Monokulturen mit einem hohen Anteil an sehr gut brennbarem Baum- und Totholz werden zu klimastabilen Mischwäldern. Damit senken wir das Risiko für Schädlingsbefall und Waldbrände.
Letztlich leisten wir mit unseren Partnern durch diese Projekte einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur
Artenvielfalt, aber natürlich auch zur Waldbrandprävention.